Zivildienst in Ecuador

„Gracias, tío Max!“ Das ist mein Einsatz. Die Suppe ist aufgegessen, Zeit für den Hauptgang. In Windeseile fülle ich zwölf Teller mit Reis, Bohnen und einer guten Portion Salat. Ich verteile die Teller und schon beginnt das Klappern von Messern und Gabeln.

Seit einem halben Jahr lebe und arbeite ich in Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Ich bin Zivi in einer Schule für behinderte und sozial benachteiligte Kinder. Wenn ich nicht gerade das Mittagessen verteile, assistiere ich meiner Lehrerin oder gebe Englisch- und Musikunterricht. Es kommt aber auch vor, dass gerade dringend 20 Schultische benötigt werden und dann geht es ans Schreinern. Das Leben auf 2800m Höhe in der Millionenstadt Quito ist für mich mittlerweile zum Alltag geworden. Wie kam es dazu?

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Teil 2

Mitte September

Langsam reicht es! Wir müssen, um unsere Ausbildung abzuschließen, 80 Stunden auf einem Rettungswagen fahren und 80 Stunden in einem Krankenhaus Praktikum machen. Mein Chef vertröstet mich immer, “Herr Klatt, tut mir leid, die Krankenhäuser sind um die Zeit immer voll, weil alle Zivis anfangen, haben Sie noch etwas Geduld bitte”. Gut, das höre ich jetzt schon seit Wochen, an sich kein Problem. Wenn erstens es nicht gesetzlich vorgeschrieben wäre, dass ich das machen muss. Alle meine Fahrten bisher sind mehr oder weniger nicht legal, weil meine Ausbildung nicht abgeschlossen ist. Abgesehen davon merke ich, dass mir das wirklich fehlt bei meinem Umgang mit Geräten und Patienten. Zweitens höre ich von allen anderen Zivis, dass sie ihre Praktika schon längst gemacht haben. Georg war schon im Krankenhaus, und selbst diejenigen, die erst zwei Monate nach mir angefangen haben sind schon fertig. Was soll das? Wenn ich dem irgendwas getan habe, soll der das sagen. Oder ist der einfach nur ein bisschen verpeilt? Ich weiß es nicht.

Montags morgen schaue ich dann auf den Plan, und sehe dass ich nach meiner normalen KTW- Schicht noch mit auf den Rettungswagen soll. Natürlich freue ich mich darüber, dummerweise hab ich keinen Schlafsack dabei, nichts zu essen, keine Zahnbürste, halt alles was man eigentlich so brauchen könnte in 24 Stunden. [...kommt später...]

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Erfahrungsbericht Zivildienst Teil 1 von vllt. 3en

Anfang Februar

Ich muss zur Musterung. Ich bin ein bisschen nervös, hoffentlich finde ich alles. Natürlich hab ich auch die ganzen Geschichten im Hinterkopf, die mit einem Ärztefinger zu tun haben und in etwa so beginnen “So, Herr Klatt, jetzt beugen Sie sich bitte einmal nach vorne”.

Die letzten Wochen habe ich mich wieder öfter zum laufen angetrieben. Mein Ruhepuls soll möglichst ruhig sein. Ich will kein Pilot werden, oder Fallschirmspringer oder Gebirgsjäger. Aber mir gefällt die gewisse Ironie, mit T1 zu verweigern.

Seit kurzem lese ich “Neue Vahr Süd”, den Nachfolger von “Herr Lehman”. Großartiges Buch. Zufällig geht es auch um das Leben als Wehrpflichtiger bzw. um den Versuch zu verweigern. Wenn es heute beim Bund nur noch halb so ist, wie es der Roman beschreibt, ist Verweigern das absolut beste, was ich machen kann.

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Ulrich Wickert

Entgegen anders lautenden Gerüchten, ist die tapfere Missionartätigkeit der FfdM nach wie vor nicht zum Erliegen gekommen, wie das unten eingefügte Werbeplakat beweist.

Unter dem Decknamen einer mutmaßlichen Scheinorganisation bezieht nun auch ein Titan des deutschen Journalismus Stellung in dieser vitalen Frage. Seine Äußerung lässt an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig und kann an dieser Stelle nur unterstrichen werden. Um einem etwaigen Missverständnis des Wortes ‘Unterstützung’ vorzubeugen, darf an dieser Stelle an das Motto der FfdM erinnert werden: Fördern durch Fordern.

FfdM

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Persönliches Dilemma mit der Pressefreiheit

Die BILD berichtete in dieser Woche über in Afghanistan geschossene Photos, auf denen unsere Helden von der Bundeswehr vor einigen Jahren sich in obzönen Posen mit Totenschädeln ablichteten.

Keine Frage, das ist Schändlich und tritt die Würde der Verstorbenen sowie die Gefühle der Angehörigen mit Füßen. Leider brachte mich die Berichterstattung in ein moralisches Dilemma. Wie alle aus meinem Kurs wissen, bin ich ein großer Verfechter der Pressefreiheit; die soweit geht, dass ich wie bereits schon mal geschrieben auch die Veröffentlichung der dänischen Karikaturen* gut fand. Allerdings ist für mich in besagtem Fall die Lage für mich ein wenig anders. Die Photos sind schon einige Jahre alt, eine Vielzahl der Täter ist nicht mehr bei der Bundeswehr, alle anderen nicht mehr in Afghansitan stationiert. Alles ist also nicht sonderlich aktuelll. War es richtig, die Aufnahmen dennoch zu veröffentlichen? Klar, Missstände müssen aufgedeckt werden, das ist eine vornehmlichsten Aufgaben der Presse, die ihr auch von der Verfassung aufgelegt wird. Aber führen die Veröffentlichungen nicht zu einer verschärften Sicherheitslage für unsere wie aller anderen Soldaten in Afghanistan, weil dort die Lage nicht genau genug differenziert wird. Eine Alternative, die so aussieht, dass der Staat die Publikation verbietet ist natürlich völlig ausgeschlossen. keine Frage, das geht garnicht. Aber Hätte die Zeitung nicht beim Verteidigungsministerium Druck aufbauen können, indem sie mit der Veröffentlichung gedroht hätte, wenn die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden? Bedeutet große Freiheit nicht auch große Verantwortung? Wenn bei Aufständen deswegen jetzt Menschen sterben, kann man wie in den 60ern sagen, BILD hat mitgeschossen? Das war eine Frage die mir vor kurzem durch den Kopf ging.

Aber beim Schreiben dieses Textes entscheide ich mich wohl doch wieder für die Pressefreiheit. Was wäre beispielsweise, wenn wir nie was über Abu Ghuraib erfahren hätten…naja, gut hab ich mich selbst direkt relativiert.

*Hier ein Text unserer Schülerzeitung “NEUrOSE” über die Karikaturen.

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Der Ghettoblaster des 21. Jahrhunderts

…heißt: Multifunktionshandy

Aus einem Gerät, was anfangs so groß war wie ein Baseballschläger, und auch so benutzt werden konnte ist heute ein knapp 100g schweres Ding geworden mit dem neben Telefonieren, SMS verschicken, Games zocken, Internet, email, etc. mittlerweile auch die akustische Beschallung seines Umfelds möglich ist. Mit der Qualität eines Volksempfängers werden die aktuellen Charts abgespielt. Wo man früher seinen Ghettoblaster auf der Schulter getragen hat, hat man heute das Handy lässig in der Hand und unterhält neben sich selbst auch sein Umfeld. Hierbei ist es egal, ob man gerade auf dem Weg zur Schule, zur Party, in der voll besetzten Feierabend S-Bahn oder in Wartehallen der Deutschen Bahn befindet. Was auch lustig ist: habt ihr schonmal jemanden mit seinem Handy Punk, Klassik, Metal, Jazz oder sonstwas hören gesehen? Ich nicht. Die Gruppe der ignoranten Störenfriede scheint sich auf HipHop- und House-Anhänger beschränken zu lassen… Read More »

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Bibelstunde

Donnerstag Morgen, kurz vor Acht an einer Aachener Schule: Eine aufgeregte Lehrerin rennt in Richtung Schuleingang. “Der darf die nicht verteilen”, fast schon reißt sie den ihr entgegenkommenden Schülern die kleinen dunkelgrünen Bücher aus der Hand. Wenig später steht ein Polizeiwagen vor dem Schultor. Was war passiert?

Die Gideons, eine christliche Sekte, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Wort Gottes in der Welt zu verteilen, hatten mit einem großen Karton am Eingang gestanden und jedem Schüler eine Bibel in die Hand gedrückt. Es handelte sich um eine Sonderausgabe, die lediglich das neue Testament sowie Psalmen und Sprüche enthielt. Einleitend enthält die Gideonbibel kurze Texte in denen geklärt wird, was die Bibel ist (1.), wer die Gideons sind (2.) und eine Liste von Schlagwörtern und assoziierten Bibelstellen (3.), wie etwa “Die wahre Freude – Lukas 10,20″. Interessant sind auch die letzten beiden Seiten, auf denen ausgewählte Bibelstellen zitiert werden und eine Art verkürztes Glaubensbekenntnis zu finden ist, das der Besitzer mit Datum und Unterschrift unterschreiben soll:

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Noch nichts da?

In eigener Sache:
Die Internet-Suchmaschine Google führt nichts.da schon an vierter Stelle, neben 50 Millionen anderen Seiten doch ganz akzeptabel, oder?

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Nichts da!

unfassbar

Ja wo leben wir denn? Solche Ausflüsse des Kapitalismus sind für die FfdM inakzeptabel. Werde jetzt Mitglied und stoppe diesen Frauenhass!

Gefunden von Genosse Clemens.

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FfdM – Landesgruppe Bayern wird aktiv

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Die emanzipatorische Arbeit in Deutschlands Süden schreitet trotz der immensen lokalen Widerstände durch konservative Kräfte voran. Die Landesgruppe in Bayern konnte jetzt in Kooperation mit der lokalen Tageszeitung “Mittelbayrische Zeitung” und den regionalen First-Stop-Fillialen einen weiteren Erfolg für das bayrische Dirndl verbuchen, das in Zukunft nun in der Lage sein wird, die Reifen des Berufswagens ihres Mannes zu wechseln.
Dabei bildet die Aktion bei First-Stop nur den Anfang: Für herausragende Absolventen des Einführungskurses bei Autos wird die Landesgruppe in naher Zukunft auch das Pendant für landwirtschaftliche Zugmaschinen anbieten. Unter fachkundiger Anleitung eines diplomierten Landwirts lernen die Frauen dann das Wechseln von Traktorreifen. Ziel des Kurses ist in erster Linie, Frauen die Angst vor den technischen Barrieren dieses traditionell verwurzelten und naturverbundenen Berufs des Agrarwirts zu nehmen.

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